Zusammenschluss der Lagerhausgenossenschaften Gmünd-Vitis und Waidhofen an der Thaya geplant:

Neues Lagerhaus Oberes Waldviertel soll im Juni entstehen.

28.04.2026

Die Raiffeisen-Lagerhaus-Genossenschaften Gmünd-Vitis und Waidhofen an der Thaya setzen ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige Zukunftsausrichtung und planen ihre Zusammenführung zur neuen Raiffeisen-Lagerhaus Oberes Waldviertel eGen. Die entsprechenden Beschlüsse für die neue Genossenschaft, die zukünftig rund 4.500 Mitglieder als regionale Eigentümer vereint, sollen im Juni im Rahmen der jeweiligen Generalversammlungen gefasst werden.

Mit dem geplanten Zusammenschluss reagieren die beiden Häuser auf die steigenden Anforderungen im wirtschaftlichen Umfeld. Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität gemeinsam weiter auszubauen, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und eine solide Grundlage für zukünftige Investitionen zu schaffen – aus eigener Kraft und im gemeinsamen Verbund. „Es geht uns darum, Lagerhaus in der Region auch in Zukunft als starken, verlässlichen Begleiter im Alltag der Betriebe weiterzuentwickeln“, so Obmann Hermann Lauter, Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis, und Obmann Albin Haidl, Raiffeisen-Lagerhaus Waidhofen/Thaya.

 

700 Mitarbeiter:innen in 21 Ortschaften

Die neue Lagerhaus-Genossenschaft Oberes Waldviertel wird künftig rund 4.500 Mitglieder als Eigentümer vereinen und einen jährlichen Umsatz von rund 200 Millionen Euro erwirtschaften. Mit etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sechs Sparten sowie zahlreichen Betrieben in 21 Ortschaften über drei Bezirke hinweg entsteht eine leistungsfähige Organisation mit starker regionaler Präsenz.

Die vergangenen Jahre waren für die gesamte Branche von hoher Dynamik geprägt. Entwicklungen wie die Corona-Pandemie, geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten haben gezeigt, wie stark äußere Einflüsse das Marktumfeld verändern. Vieles ist weniger planbar geworden, Schwankungen nehmen zu – und genau darauf braucht es Antworten.

Mit der geplanten Fusion soll nun ein gemeinsamer, vorausschauender Schritt gesetzt werden. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Sicherstellung einer nachhaltigen Ertragskraft sowie die Bündelung von Ressourcen für notwendige Zukunftsinvestitionen. Gleichzeitig geht es darum, die Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern und auch zukünftig eigenständige Entscheidungen in der Region zu treffen.

 

Regionale Verankerung im Fokus

Ein zentrales Anliegen bleibt die starke regionale Verankerung. Die Förderung der Mitglieder, eine bedarfsgerechte Beratung sowie die zuverlässige Versorgung in der Region bilden weiterhin wesentliche Schwerpunkte.

Die Obleute beider Genossenschaften stehen der geplanten Verschmelzung zu dieser Zukunftsgemeinschaft positiv gegenüber. Sie verweisen darauf, dass beide Häuser im Jahr 2025 eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr verzeichnet haben, zugleich aber die zunehmenden Schwankungen im wirtschaftlichen Umfeld eine klare strategische Weiterentwicklung erforderlich machen.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark externe Einflüsse unser Geschäft prägen. Ereignisse wie aktuelle geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten führen zu spürbaren Veränderungen im Markt. Mit der neuen Lagerhausgenossenschaft Oberes Waldviertel wollen wir diesen Herausforderungen künftig noch gezielter begegnen und unsere Stärken gemeinsam weiterentwickeln.“

Obmann Hermann Lauter, Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis, und Obmann Albin Haidl, Raiffeisen-Lagerhaus Waidhofen/Thaya, richten in diesem Zusammenhang auch einen klaren Appell an ihre Mitglieder: „Der geplante Zusammenschluss kann nur dann umgesetzt werden, wenn beide Generalversammlungen eine positive Entscheidung treffen. Daher ersuchen wir alle Mitglieder, ihr Stimmrecht wahrzunehmen und sich aktiv an dieser richtungsweisenden Entscheidung im Juni zu beteiligen.“

Im Vorfeld der geplanten Fusion wurde bewusst auf breite Einbindung gesetzt. Im Februar 2026 fanden Veranstaltungen mit den Agrarkreisen statt, bei denen insbesondere junge Landwirte aktiv eingebunden wurden. Darüber hinaus haben die Funktionäre beider Häuser am 20. und 24. Februar sämtliche Standorte beider Genossenschaften besucht, was einen intensiven Austausch und vertiefende Einblicke ermöglichte.

Weitere Informationsschritte wurden bereits veranlasst. Im April fanden Mitarbeiterveranstaltungen statt und im Mai werden insgesamt neun Orts- bzw. Regionalversammlungen im gesamten zukünftigen Genossenschaftsgebiet abgehalten. Die finalen Entscheidungen über die Fusion sollen schließlich am 16. Juni im Lagerhaus Waidhofen an der Thaya und am 23. Juni im Lagerhaus Gmünd-Vitis getroffen werden.

Denn eines steht im Mittelpunkt aller Überlegungen: Die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der regionalen Lagerhausgenossenschaften – für die Betriebe, für die Region und für kommende Generationen.

Zwei Lagerhaus Obmänner
Obmann Hermann Lauter, Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis und Obmann Albin Haidl, Raiffeisen-Lagerhaus Waidhofen/Thaya © Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis eGen

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