Lagerhaus Tulln-Neulengbach: Investitionen in Zukunftsprojekte
Generalversammlung präsentiert stabile Bilanz 2024 und betont Rolle für die Region
11.09.2025
Generalversammlung präsentiert stabile Bilanz 2024 und betont Rolle für die Region
11.09.2025
Die Lagerhaus-Genossenschaft Tulln-Neulengbach präsentierte bei ihrer Generalversammlung im Gasthof Steinberger in Altlengbach trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen und gestiegener Kosten eine erfreuliche Bilanz für das Geschäftsjahr 2024: Mit einem Umsatz von rund 82 Millionen Euro, Zuwächsen in mehreren Sparten und Investitionen in Energie, Digitalisierung und Standortentwicklung bekräftigte die Genossenschaft ihre Rolle als verlässlicher Partner für Landwirtschaft und Region.
„Wir stehen fest an der Seite unserer Mitglieder und Kund:innen. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich die Stärke unserer Genossenschaft – durch Zusammenhalt, Ideenreichtum und den Einsatz unserer Mitarbeiter:innen konnten wir ein starkes Ergebnis erzielen“, betonte Obmann Michael Göschelbauer.
Energieautarke Genossenschaft
Einen Überblick über die Geschäftsfelder gab Geschäftsführer Herbert Schadenhofer: Besonders positiv entwickelte sich die Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, vor allem in der Getreidevermarktung und im Holzhandel. Auch Bau- und Gartenmärkte sowie Dienstleistungen verzeichneten ein Plus, während sich der Energiehandel und das Baustoffgeschäft rückläufig entwickelten. Investiert wurde vor allem in den Fuhrpark und in den Ausbau der Photovoltaikanlagen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren energieautark zu werden.
Digitalisierung und Kompetenzzentrum
Geschäftsführer Christoph Pesl berichtete über die Umstellung der Warenwirtschaft auf ein neues EDV-System – einen zentralen Schritt in der Digitalisierung. Zudem ist mit dem geplanten Agrar-Kompetenzzentrum in Judenau ein modernisierter Standort mit hoher Schlagkraft und entsprechender Kapazität in Vorbereitung. „Durch zukunftsorientierte Investitionen wollen wir unsere Genossenschaft an die Anforderungen des Marktes anpassen und unser Lagerhaus als modernes Dienstleistungs- und Handelsunternehmen weiter ausbauen. Ein Kernthema stellen wir dabei bewusst in den Mittelpunkt – Qualität für unsere Kunden“, so die beiden Geschäftsführer.
Internationales Jahr der Genossenschaften
Gastredner Johannes Schuster, Vorstandsvorsitzender der RWA Raiffeisen Ware Austria, betonte die Bedeutung des genossenschaftlichen Gedankens. Mit der vollständigen Rückführung der RWA-Anteile in österreichisches Eigentum sei im Frühjahr ein starkes Signal gesetzt worden: „Das unterstreicht gerade im internationalen Jahr der Genossenschaften 2025, dass auch heute gilt: Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“
