Lagerhaus Lavanttal

Felderbegehung in Jakling: Gemeinsam mehr Wissen aufs Feld bringen

27.05.2026

© Lagerhaus Lavanttal

St. Andrä. Bei windigen, aber trockenen Bedingungen fand am 20. Mai 2026 beim Lagerhaus Jakling wieder die traditionelle Felderbegehung statt. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie wertvoll Zusammenarbeit, Praxiswissen und fachlicher Austausch für die regionale Landwirtschaft sind. Gemeinsam mit starken Partnern bot das Lagerhaus Lavanttal den teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirten praxisnahe Fachinformationen direkt am Feld.

Praxiswissen dort, wo es gebraucht wird

Die Felderbegehung hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Informationsplattform für die Landwirtschaft etabliert. Auch heuer nutzten zahlreiche Interessierte die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze im Ackerbau zu informieren – nicht theoretisch sondern dort, wo Entscheidungen sichtbar werden: direkt am Bestand.

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Dipl.-Ing. Mathias Fradler von der LK Kärnten. Er hieß neben den Besucherinnen und Besuchern auch zahlreiche Ehrengäste und Vertreter der mitwirkenden Organisationen willkommen. Anschließend übernahm Dipl.-Ing. Erich Roscher vom Pflanzenbaureferat der LK Kärnten die fachliche Leitung und führte gemeinsam mit den Experten durch den Abend. Unterstützt wurde er von Ing. Hans Egger, BEd, Fachberater der LK Kärnten, sowie von Ing. Fritz Katz von der Kärntner Saatbau, der mit seiner gewohnt klaren, direkten und praxisnahen Art fachliche Impulse einbrachte.

Direkter Vergleich am Feld

Vom Lagerhaus Jakling aus führte die Felderbegehung direkt hinaus auf die umliegenden Felder. Dort wurden unterschiedliche Kulturen, Sorten, Saatgut- und Düngungsvarianten unter Praxisbedingungen angelegt und vor Ort miteinander verglichen. Die Unterschiede in Entwicklung, Pflanzenbestand und Wirkung einzelner Maßnahmen wurden dadurch unmittelbar sichtbar und konnten direkt am Bestand fachlich besprochen werden.

Im Mittelpunkt standen heuer unter anderem Kartoffel, Mais und Gerste. Anhand der unterschiedlichen Bestände erklärten die Experten, worauf es bei Pflanzengesundheit, Fruchtfolge, Düngung, Pflanzenschutz und Bestandesführung besonders ankommt.

Aktuelle Themen und konkrete Empfehlungen

Beim Mais wurden die heurigen Witterungsbedingungen besonders thematisiert: Auf einen trockenen März und April folgte Regen im Mai. Die Experten zeigten, wie unterschiedlich sich Bestände je nach Anbauzeitpunkt und Standort entwickeln können, und gaben praktische Hinweise zur Kontrolle nach Frostereignissen sowie zum Umgang mit gestressten Beständen. Markus Salzmann vom Lagerhaus Lavanttal erklärte dazu die eingesetzten Düngungsvarianten. Wie sich diese im direkten Vergleich auf die Entwicklung der Bestände auswirken, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Ing. Fritz Katz gratulierte zum guten Zustand der Getreide-Bestände und betonte, dass Nährstoffversorgung und Pflanzenschutz gut abgestimmt seien. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die entscheidenden Entwicklungsphasen aufmerksam zu begleiten und rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu setzen.

Neben den Kulturen selbst standen auch aktuelle Rahmenbedingungen im Fokus. So informierte Dipl.-Ing. Erich Roscher über kommende Vorgaben im Bereich elektronischer Aufzeichnungen und Kontrollen in der Landwirtschaft und verwies auf die Unterstützungs-möglichkeiten durch die Landwirtschaftskammer.

Starke Partner für die Landwirtschaft

Nach den fachlichen Erläuterungen auf den Feldern klang der Abend bei bester Verpflegung am Gelände des Lagerhaus Jakling gemütlich aus. Dabei blieb ausreichend Zeit für persönliche Gespräche, Erfahrungsaustausch und fachliche Diskussionen.

Organisiert wurde die Felderbegehung in bewährter Zusammenarbeit vom Lagerhaus Lavanttal, der LK Kärnten, dem Maschinenring, dem LFI Kärnten, der Österreichischen Hagelversicherung sowie den Landwirtschaftlichen Fachschulen St. Andrä und Buchhof. Gemeinsam machten die Partner deutlich, wie wichtig vernetzte Beratung, fachlicher Austausch und praxisnahe Unterstützung für die regionale Landwirtschaft sind.

Mit der Felderbegehung zeigte das Lagerhaus Lavanttal einmal mehr seine Rolle als verlässlicher Kompetenzpartner für Saatgut, Pflanzenschutz, Düngung und landwirtschaftliche Beratung.

Die Raiffeisen-Lagerhaus Lavanttal reg.Gen.m.b.H beschäftigt rund 125 Mitarbeiter:innen an fünf Standorten in der Region und ist eine traditionsbewusst geführte Genossenschaft in Eigentümerhänden. Sechs unterschiedliche Sparten bilden das sichere Fundament und bieten gleichzeitig ausreichend Freiraum und Möglichkeiten zur langfristigen Unternehmensentwicklung: Der nationale und internationale Agrar-Handel, der
sich beständig weiterentwickelnde Haus- & Garten-Sektor, der sehr regional ausgerichtete SPAR Genussmarkt, der Energie-Sektor mit seinen Tankstellen, die regional verwurzelte Obstverarbeitung mit „Lavanttaler Obst“ und der innovationsgetragene Baustoffhandel.

 

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